Warum Benjamin sich für NOVUM entschieden hat, was ihn an Batteriedaten fasziniert und wieso einfache Methoden manchmal die besten sind.
Wie bist du auf NOVUM aufmerksam geworden und was hat dich dazu bewogen, Teil unseres Teams zu werden? Welche beruflichen Erfahrungen bringst du mit?
NOVUM kannte ich bereits aus meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Ich habe im Projekt BMSmart, an dem Novum auch beteiligt ist, mitgearbeitet – allerdings auf Seiten der TU Dresden bei Professor Bocklisch. Damals hatte ich den ersten Kontakt mit Felddaten und der Frage, wie man Labor-Methoden auf reale Bedingungen überträgt. Häufig scheitert das an der Datenqualität. Beruflich nennt man das Batteriesystemingenieur, meine Tätigkeit ist aber vor allem Batteriesystemanalyse.
Wie hast du den Bewerbungsprozess und das Vorstellungsgespräch erlebt?
Die Stelle war ausgeschrieben, ich dachte: Warum nicht? Eine gute Chance, im Batteriebereich zu bleiben. Das Vorstellungsgespräch war angenehm direkt, unkompliziert und schnell, das hat mir sehr gefallen. Mein Eindruck war auch: Bei NOVUM arbeiten Leute mit einer ähnlichen Begeisterung für Technik. So eine Art Nerd-Schlag, im besten Sinne.
Was fasziniert dich an Batterie- und Systemanalysen?
Mich begeistert, wie viele Informationen man aus nur wenigen Signalen – Strom, Spannung, Temperatur – gewinnen kann. Es gibt spannende mathematische Ansätze, um aus diesen Daten sehr detaillierte Einblicke über eine Batterie zu gewinnen. Besonders spannend finde ich modellbasierte Diagnoseverfahren. Bei Felddaten ist man häufig jedoch etwas eingeschränkt. Ein einfacher Ansatz, um “Labormethoden” im Feld anwenden zu können, wäre beispielsweise die Detektion von geeigneten Relaxationsphasen in den Zeitreihen. An diesen Stellen kann dann eine erste Auswertung stattfinden. Aber da geht noch einiges mehr! Ich bin im Bereich elektrische Modellierung und Online-Diagnose gelandet – das interessiert mich mehr als Alterungsmodelle, die oft unpräzise und schwer übertragbar sind. Bei der Online-Diagnose schaue ich konkret, wie die Zelle im Betrieb altert, das ist präziser und näher an der Realität.
Wie schätzt du den Wissensstand in der Branche ein?
Ehrlich gesagt: Viele wissen überraschend wenig über die Systeme, die sie kaufen oder verkaufen. Da ist viel Wissensvermittlung nötig. Ich finde es spannend, komplexe Zusammenhänge so zu erklären, dass sie verständlich werden. Die schönste laienhafte Beschreibung von Akkupflege, die ich kenne, ist: Behandle ihn wie einen Menschen – nicht zu heiß, nicht zu kalt, und ein angenehmes Maß an Spannung im Leben.
Woran arbeitest du aktuell bei NOVUM?
Ich bin aktuell im Projektumfeld von Storage-Guard involviert, auch wenn sich die genaue Aufgabe noch klärt. Zusätzlich übernehme ich Aufgaben im Consulting z. B. Vorarbeiten im Bereich Zertifizierung. Ich arbeite 35 Stunden pro Woche, bewusst so gewählt, um eine gesunde Balance zu wahren.
Was ist aus deiner Sicht besonders an der Batteriedatenanalyse bei NOVUM?
Die Anwendung von Methoden wie der differentiellen Kapazitäts- und Spannungsanalyse auf Felddaten. Das ist mir in dieser Form vorher nicht begegnet. Bei NOVUM wird genau das ausprobiert. Man testet, wie viel man aus der Forschung in reale Daten übertragen kann, mit Erfolg! Das finde ich sehr spannend.
Welchen konkreten Mehrwert bieten NOVUMs Produkte für die Kund:innen?
Kurz gesagt: Zeitersparnis und Risikominderung. Und das bedeutet letztlich auch: Kosteneinsparung. Manche Entscheidungen treffen sich besser mit den richtigen Daten. Und ruhigere Nächte für Asset-Manager, insofern also auch Lebensqualität.
Wie erlebst du die Arbeit bei NOVUM – fachlich und im Team?
Ich habe zwar noch nicht alle kennengelernt, aber ich komme mit allen gut klar. Fachlich ist viel Know-how vorhanden und was ich besonders schätze: den Mut, auch komplexe Ansätze aus der Literatur praktisch zu testen. Dabei werden auch Lösungswege entwickelt, die die theoretischen Einschränkungen mancher Methoden umgehen.
Was motiviert dich – beruflich und privat?
Zum einen beschäftige ich mich auch in der Freizeit mit dem Thema der Batteriediagnose – manchmal vielleicht zu viel. Aber es macht mir einfach Spaß. Ich teile mir das inzwischen besser ein: Heute ein Paper, morgen ein Skript – Schritt für Schritt. Außerdem habe ich mit meiner Partnerin einen Hund: einen Labrador-Australian Shepherd-Mix. Für sein Wesen gibt es im Sächsischen den Begriff “Rumbuff” – reizoffen, voller Energie und Entdeckungsdrang und ein bisschen verrückt. Wir sorgen dafür, dass er sich sowohl mental als auch körperlich auspowern kann – er macht das mit uns auch. So wie ich bei der Arbeit. Nur, dass ich keine Leckerli bekomme.





