Kooperation mit Umicore: NOVUM unterstützt größtes belgisches Recycling-Unternehmen

Dresden/Hanau – Was tun mit alten Autobatterien? Vor dieser Frage stehen nicht nur Hersteller, sondern auch Recycler in ganz Europa. Auf der Suche nach Lösungen hat sich Umicore, Belgiens größtes Recyclingunternehmen, jetzt an das Team von NOVUM in Dresden gewandt.
Kooperation mit Umicore: NOVUM unterstützt größtes belgisches Recycling-Unternehmen

„Wir sind jeden Tag mit einer Vielzahl gebrauchter Autobatterien unterschiedlichster Art konfrontiert“, berichtet Brendan Muscutt, Physiker am Umicore Standort in Hanau. „Einen großen Teil davon könnten wir in einen zweiten Lebenszyklus überführen. Bisher fehlte uns jedoch die passende Technologie, um herauszufinden, welche Batterien sich noch eignen.“

Durch die Kooperation mit NOVUM wird sich das in Zukunft ändern. „Mithilfe selbstlernender Teststände und Künstlicher Intelligenz blicken wir direkt ins Herz der Batterien“, erklärt Mandy Schipke, CEO bei NOVUM. „Im Rahmen der Kooperation erhält Umicore unseren selbstlernenden Battery Analyzer, mit dem das Team in Sekundenschnelle Batteriezustand, Lebensdauer und Restwert von Batterien und Batteriemodulen jeder Art bestimmen kann.“

Gemeinsam möchten die Partner aber noch mehr erreichen. Für Umicore stellt vor allem der Transport von möglicherweise defekten Batterien eine große Herausforderung dar. Durch die chemischen Reaktionen können sich kaputte Zellen auch abseits der normalen Nutzung erhitzen und schlimmstenfalls in Brand geraten oder gar explodieren. – Ein extremes Sicherheitsrisiko für Fahrer und Mitarbeiter. Aktuell werden solche Batterien deshalb in über 100.000 Euro teuren Sicherheitsbehältern transportiert.

„In einem gemeinsamen Forschungsprojekt möchten wir die Künstliche Intelligenz von NOVUM dahingehend weiterentwickeln, dass sie präzise Aussagen darüber treffen kann, ob eine Batterie für den Transport sicher geeignet ist oder nicht“, berichtet Brendon Muscutt.

„Dabei gilt es zunächst, herauszufinden, welche Parameter überhaupt entscheidend sind und wie diese in den Messungen identifiziert werden können, sodass ein hohes Maß an Sicherheit durch den Test gewährleistet werden kann.“

Für Umicore bedeutet dies, dass Prozesse, die heute noch extrem kosten- und zeitintensiv sind, in Zukunft durch einen kurzen Test ersetzt werden können. Insbesondere in Hinblick auf den Umweltschutz und den nachhaltigen Umgang mit den teils giftigen und hochgefährlichen Bestandteilen von Autobatterien arbeiten die Forschungsteams in Dresden und Hanau gemeinsam an der zeitnahen Umsetzung des Projektes.

Team NOVUM Engineering GmbH © Anne Schwerin

Kontakt

Anne Schwerin

Anne Schwerin

Head of Communication

a.schwerin@novum-engineering.com

+49 (0) 351 475 911 50