10 Jahre NOVUM: René Bremer blickt zurück

Nach zehn Jahren bei NOVUM verabschieden wir René Bremer, der unsere technische Entwicklung entscheidend geprägt hat. Von der analogen und digitalen Schaltungsentwicklung über die Entwicklung und Optimierung anspruchsvoller Messsysteme gestaltete er Geräte und Baugruppen von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt. Auch im Produktdesign, in der Prototypenfertigung sowie im Aufbau unseres Elektroniklagers mit rund 200.000 Bauteilen setzte er nachhaltige Impulse und begleitete das Hardware-Team fachlich wie organisatorisch. Im Interview blickt er auf ein Jahrzehnt voller technischer Präzision, Verantwortung und Entwicklung zurück.
Ein Techniker mit einem Buch über PCB-Design in einer Werkstatt mit Elektronikwerkzeugen.

Wie bist du damals zu NOVUM gekommen?

Ich habe Sören und Mandy schon lange vor NOVUM kennengelernt, damals noch bei der Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft Brennstoffzelle GmbH, etwa 2011 oder 2012. Unsere Wege trennten sich im Oktober 2014, als ich zur Aehnelt & Braune Gaswarn- und Systemtechnik wechselte. Im Juli 2015 rief mich Sören an und fragte, ob ich ein paar Dinge für sie löten könne. Daraus entstand zunächst eine Nebentätigkeit, die bis Dezember 2015 lief. Ab diesem Zeitpunkt war ich festes Mitglied des damals noch sehr kleinen NOVUM-Teams.

Wenn du auf deine 10 Jahre bei NOVUM zurückblickst: Was waren für dich die prägendsten Stationen oder Meilensteine?

Der Tag, an dem wir die ersten Messungen an einem Mofa-Akku durchgeführt haben, war ein ganz besonderer Moment. Ebenso prägend waren die ersten EISlab Geräte (Geräte zur elektrochemischen Impedanzspektroskopie) im fertigen blauen Gehäuse, weil sie einen wichtigen Entwicklungsschritt markierten. 

Ein weiterer Meilenstein war der erste ausgelieferte Teststand. Auch der erste EISlab Prototyp im Acrylgehäuse ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Diese Stationen stehen für die Entwicklung vom Prototypen hin zu marktreifen Lösungen.

An welchen Projekten oder Aufgaben hast du besonders gerne gearbeitet und warum sind sie dir im Kopf geblieben?

Eigentlich habe ich an allen Aufgaben gerne gearbeitet. Zu Beginn reichte mein Tätigkeitsfeld vom Bau von Messemöbeln über das Bestücken von Leiterplatten bis hin zur Anfertigung von Sondersteckverbindern aus Kupferblech und Heißkleber. Mit dem Umzug in die Yenidze ergaben sich ganz neue Möglichkeiten. Die größeren Räumlichkeiten boten mehr Platz und bessere Bedingungen, sodass wir unsere Arbeitsweise weiterentwickeln und zahlreiche Prozesse strukturiert ausbauen konnten. In dieser Zeit entstand auch unser Elektronik-Lager, und ich hatte die Gelegenheit, mit unterschiedlichsten Materialien zu arbeiten und Einzelstücke für Messen und Präsentationen zu bauen. Außerdem wurde das erste EISlab aufgebaut, bei dem ich zunächst vor allem für den physischen Aufbau verantwortlich war. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir der EISblock und die letzten Revisionen am EISlab, die ich eigenständig übernommen habe. Mein größtes und letztes Projekt, das ACMI-System, wird leider nie fertiggestellt werden, hätte aber noch einmal ein echtes Highlight in meinem Lebenslauf dargestellt. Eine fantastische Zeit für mich war die Phase, in der wir gleichzeitig die Teststände entwickelten, die EISblöcke fertigstellen und ich die Kleinserienproduktion der EISlabs begleiten durfte.

Wie haben sich deine Rolle und deine Verantwortlichkeiten im Laufe der Zeit entwickelt?

Ursprünglich wurde ich als „Handwerker mit erweiterten Fähigkeiten“ bezeichnet. Durch meine Erfahrung übernahm ich jedoch faktisch die Leitung im Hardware-Bereich, während die offizielle Teamleitung bei Ulrich lag und wir uns so ideal ergänzten. Wenn man bedenkt, dass ich nie studiert habe, ist das für mich persönlich eine solide und auch ein Stück weit stolze Entwicklung.

Was hast du fachlich und persönlich in dieser Zeit gelernt oder mitgenommen?

Kurz gesagt: unglaublich viel.

Fachlich habe ich mich in den letzten Jahren stark auf die Messtechnik spezialisiert, insbesondere auf die EIS und alles, was dazugehört.  Auch im Bereich Industriedesign konnte ich meine Fähigkeiten deutlich ausbauen. 

Durch die Freiheiten, die mir eingeräumt wurden, wofür ich Sören und Ulrich sehr dankbar bin, konnte ich über meinen ursprünglichen Aufgabenbereich hinaus arbeiten.  Dadurch war es mir möglich, neue Kompetenzen aufzubauen und diese später bei NOVUM einzubringen.  

Persönlich fand ich es spannend zu beobachten, welche Faktoren darüber entscheiden, ob ein Team gut zusammenarbeitet. Oft sind es kleine Eigenheiten oder besondere Stärken einzelner Personen, die im Zusammenspiel den Unterschied machen.

Wenn du an das Team und die Unternehmenskultur denkst: Was würdest du sagen, macht NOVUM aus und was gibst du uns vielleicht noch mit auf den Weg?

NOVUM hat sich über die Jahre stark weiterentwickelt und ist zu einem erwachsenen Unternehmen geworden. Was mich besonders beeindruckt ist der unbändige Pioniergeist, die Energie, neue Wege zu gehen, Grenzen zu überschreiten und mit Kreativität bewusst Dinge anders zu machen als andere. 

Diese Dynamik hat mich motiviert, mich weit über meine eigentlichen Aufgaben hinaus einzubringen. Mein Rat wäre, diese besondere Teamkultur weiter zu pflegen und immer wieder Raum für gemeinsames Gestalten und Zusammenhalt zu schaffen, denn genau das macht ein starkes Team aus.

 

Kontakt

Kristin Schumann

Head of Marketing & Communication

k.schumann@novum-engineering.com